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Remseck Oktober 2014

Eltern-Interviews

Am 24. September 2014 veranstaltete das Projekt "Frühe Chancen" sowie das Eltern-Medienmentoren-Programm im Rahmen der Initiative Kindermedienland Baden-Württemberg einen Elternvortrag zum Thema "Kindliche Medienwelten". Wir haben die teilnehmenden Eltern zur ihren Erfahrungen mit Medien befragt. Weitere Anregungen zu den Themen "Regeln in der Familie" und "Technische Schutzmaßnahmen" finden Sie in unseren Artikeln:

Regeln für die Familie

Jugendschutzsoftware

Herr Lukas Wentz aus Remseck ist Vater von 2 Kindern (ein 6- und ein 9-jähriger Sohn).

Herr Wentz, welche Geräte stehen bei Ihnen zuhause zur Verfügung?

Als Geräte haben wir zuhause PC, Laptop, Tablet, Smartphones, sowie eine Spielekonsole.

Was könnte im Umgang mit Medien zuhause besser laufen?

Wenn meine Kinder mit den Spielen mal anfangen, ist es für sie schwierig aufzuhören. Das Problem ist, eine Regelung zu finden, so dass sie von alleine aufhören und dass man nicht jedes Mal hingehen muss, um das Gerät wegzunehmen oder es auszuschalten.

Haben mit Ihren Kindern Regeln bezüglich der Mediennutzung getroffen?

Nicht wirklich. Das ist jedes Mal individuell geregelt, was die Zeit betrifft.

Welche technischen Lösungen haben Sie zuhause vorgenommen?

Per Firewall wird der PC meines Sohnes geregelt. So kann er nur zwischen 8 und 18 Uhr ins Internet. Dann habe ich noch eine Blacklist hinterlegt, auf der alle verbotenen Seiten hinterlegt sind, so dass er nicht auf youtube oder sonstige Seiten kann. Wir haben das mit einem FRITZ!Box-WLAN-Router gemacht.

Sind sie beruflich mit solchen Dingen bewandert?

Ja, ich bin seit 25 Jahren ITler!

Frau Lefarth aus Remseck ist Mutter von zwei Kindern (10 und 12 Jahre).

Frau Lefarth, welche Geräte stehen zuhause zur Verfügung?

Als Geräte haben wir Laptop, PC und eine Wii.

Was sind denn zuhause die Knackpunkte im Umgang mit Medien?

Häufig ist die Zeit, welche die Kinder am PC verbringen, das Problem. Also die Differenz, wo wir Eltern meinen, dass die Kinder aufhören sollten und wo die Kinder meinen, dass sie aufhören sollen.

Welche Regeln oder Vereinbarungen haben Sie mit Ihren Kindern bezüglich der Medien getroffen?

Wenn alles gemacht ist, dürfen sie spielen. Nicht zu lang, eine halbe Stunde. Wenn die Hausaufgaben gemacht sind, dürfen sie ran. Dann wird ausgemacht, wie lange sie spielen dürfen. Das ist auch vom Wetter abhängig. Wenn's schön ist, müssen sie eher rausgehen. Wenn's mal regnet dürfen sie auch mal länger. Am Wochenende oder in den Ferien dürfen sie länger spielen.

Welche technischen Maßnahmen haben Sie zuhause im Einsatz?

Wir haben die Seiten für Erwachsene gesperrt. Wir haben Passwörter an allen PCs vergeben, dass die Kinder nur mit ihren Benutzerkonten reinkönnen.

Welches Jugendschutzprogramm haben Sie im Einsatz?

Das weiß ich nicht, das hat alles mein Mann gemacht.

Elternabend in Remseck
Frau Katja Weis aus Remseck ist Mutter von drei Kindern im Alter von 6, 17 und 19 Jahren.

Frau Weis, welche Geräte sind bei Ihnen zuhause im Einsatz?

Wir haben ein iPad, Telefone, Smartphones, einen Fernseher und natürlich ein Laptop.

Welche Schwierigkeiten gibt es denn im Umgang mit den Medien?

Beim Großen hatte ich die Schwierigkeit, dass er nicht aufhören konnte, wenn er mit den Medien arbeitet, im Internet unterwegs ist oder am Computer spielt.

Welche Regeln oder Vereinbarungen haben Sie mit Ihren Kindern bezüglich der Medien getroffen?

Gerade macht er Abitur. Da haben wir als Konsens das Weglassen der ganzen Medien vereinbart, damit er sich voll auf die Schule konzentriert. Na gut, sein iPhone darf er benutzen.

Welche technischen Maßnahmen haben Sie zuhause im Einsatz?

Da haben wir nichts gemacht. Der Jüngste darf noch gar nicht ran, den lassen wir nicht unbeaufsichtigt und die Großen können damit schon umgehen. Die sind längst darüber hinaus, dass wir sie noch maßregeln können.

Wer ist zuhause für die Technik zuständig?

Das machen wir beide und mein großer Sohn studiert in einem IT-Gymnasium, der kann da auch schon was machen.

Elternabend in Remseck
Herr Sebastian Schneider aus Remseck ist Vater von 2 Kindern im Alter von 2 und 5 Jahren.

Herr Schneider, welche Geräte sind bei Ihnen zuhause im Einsatz?

Wir haben einen Fernseher, einen DVD-Spieler und einen Computer. Die Kinder nutzen das aber noch gar nicht.

Welche Schwierigkeiten in Bezug auf Medien sehen sie bei den Kindern auf sich zukommen?

Die bedienen das schon selber und je größer sie werden, werden sie das auch selbstständiger machen. Da muss man schauen, welche Gefahren man schon vorher ausschließen kann.

Welche Maßnahmen oder Regeln haben Sie mit Ihren Kindern bezüglich der Medien getroffen?

Also der Laptop ist immer aus. Den bekommen sie noch nicht an. Aber wenn er an ist, dann kucken wir, dass sie nicht dran rumspielen.

Wer ist zuhause für die Technik zuständig?

Das ist paritätisch, das machen meine Frau und ich.

Elternabend in Remseck 2014
Herr Carmelo Pinzone ist Vater einer 7-jährigen Tochter.

Herr Pinzone, welche Geräte sind bei Ihnen zuhause im Einsatz?

Handy, Smarthphone, Tablet, PC, Fernseher, alles für den normalen Haushalt erdenkliche.

Welche Probleme gibt es bei Ihnen zuhause bezüglich der Medien?

Das Tablet ist bei uns sehr beliebt. Aber es kommt zu keinen Problemen, man muss halt mit den Kindern reden.

Welche Maßnahmen oder Regeln haben Sie mit Ihren Kindern bezüglich der Medien getroffen?

Wir beschäftigen uns mit dem Kind und stellen das Kind nicht eine halbe Stunde vor dem Fernseher ab, um Pause zu haben. Wir spielen dann mit ihr mit den Spielsachen die im Schrank sind, das ist das A und O.

Welche technischen Maßnahmen haben sie bezüglich der Medien getroffen?

Da haben wir nichts gemacht. Gut, ein Passwort ist drauf, sie kennt auch das Passwort. Sie weiß aber, dass sie das Gerät nur in Begleitung benutzen darf, egal ob es das Tablet oder das iPhone ist.

Wer ist zuhause für die Technik zuständig?

Der Papa!

Elternabend in Remseck 2014
Frau Wendy Villalba ist Mutter von 2 Kindern im Alter von 18 Monaten und 4 Jahren.

Frau Villalba, welche Geräte sind bei Ihnen zuhause im Einsatz?

Zuhause haben wir Computer, Fernseher, Smartphones, Tablet sowie ein Kindertablet für Kinder ab 3 Jahren und einen CD-Spieler.

Welche Probleme gibt es bei Ihnen zuhause bezüglich der Medien?

Probleme haben wir manchmal mit der Zeitbegrenzung. Meine 4-jährige ist schon sehr gierig auf das Kindertablet. Da gibt es Probleme, wenn wir nach einer halben Stunde sagen, dass es reicht. Oder das Problem mit den DVDs. Die Empfehlung von der FSK sind manchmal nicht entsprechend. Meine Tochter erkennt da schon die Nummer und wenn sie eine "0" sieht, dann meint sie, dass sie das kucken darf. Das sind dann 70-minütige Filme und nach 20 Minuten ist sie total überfordert mit den Emotionen. Das ist schwierig, die richtigen DVDs zu finden.

Welche Maßnahmen oder Regeln haben Sie mit Ihren Kindern bezüglich der Medien getroffen?

Wir haben schon mit Regeln angefangen. Am Wochenende dürfen sie z. B. nur am Morgen Fernsehen kucken. Wir versuchen dann auch etwas länger zu schlafen am Wochenende und kucken dann gemeinsam den Disney Channel an, auch wenn das nicht so toll ist. Oder den Kika-Kanal, wenn dann die Muppets oder die Sesamstraße läuft. Maximal eine halbe oder dreiviertel Stunde Zeitbegrenzung. Danach müssen aber alle am Tisch sitzen.

Welche technischen Maßnahmen haben sie bezüglich der Medien getroffen?

Momentan haben wir noch nichts gemacht, weil die Kinder ja noch relativ klein sind. Das Kindertablet mussten wir zeitweise in den Schrank schließen, wo sie nicht ran kann, weil sie danach greift, obwohl wir ihr es verboten haben.

Wer ist zuhause für die Technik zuständig?

Mein Mann ist eigentlich für die Technik zuständig. Dadurch dass wir beide erwerbstätig sind, müssen wir uns die Aufgaben teilen. Wenn er auf Dienstreise ist, muss ich ihn vertreten.

Kontakt

Anja Stein
stein@lmz-bw.de 
0711 / 2850 - 772